Warnlagebericht bis 12.12.2015, 21:00 Uhr

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An den Küsten und im Bergland Sturmböen. In exponierten Berglagen
schwere Sturmböen. Im Norden kurze Gewitter. In Hochlagen und im
Südosten teils frostig, lokal mit Glätte.

Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE für die nächsten 24 Stunden
bis Samstag, 12.12.2015, 21:00 Uhr:


Die Kaltfront eines Tiefs über Skandinavien hat die mittleren
Regionen erreicht. Sie kommt kaum noch nach Süden voran, am Samstag
wird sie stattdessen auf der Vorderseite eines Tiefs über dem
Atlantik wieder nach Norden gedrückt. Damit gelangt von Südwesten her
wieder etwas mildere Luft zu uns.

In der Nacht zum Samstag herrscht abgesehen vom Alpenrand dichte
Bewölkung. Nördlich der Donau fällt zeitweise Regen. An den Küsten
sind kräftige Schauer oder kurze Gewitter möglich, die auch weiterhin
mit stürmischen Böen oder Sturmböen (Bft 8 bis 9, 65 bis 85 km/h)
einhergehen können. Auch außerhalb von Schauern weht im Norden und in
Teilen der Mittelgebirge ein lebhafter Wind mit starken Böen um 55
km/h (Bft 7), in höheren bzw. exponierten Lagen auch stürmischen Böen
oder Sturmböen. Vereinzelt sind im Norden, vor allem in Verbindung
mit Schauern und Gewittern, aber auch in Gipfellagen, auch schwere
Sturmböen Böen der Stärke 10 (bis 100 km/h) denkbar. Die Tiefstwerte
liegen zwischen 6 und 2 Grad, im höheren Bergland herrscht leichter
Frost. In den Kammlagen wie auch am Alpenrand besteht bei leichtem
Frost Glättegefahr durch geringen Neuschnee oder überfrorene Nässe.

Auch am Samstag bleibt es im Norden windig, wobei anfangs vor allem
an Nord- und Ostsee noch Böen bis Sturmstärke auftreten, bevor am
Nachmittag der Wind von Westen her etwas nachlässt. In Hoch- und
Gipfellagen der Mittelgebirge können ganztägig starke, anfangs auch
stürmische Böen auftreten. In den Gipfellagen kann es anfangs auch
noch etwas Neuschnee geben, die Mengen sind aber sehr gering und im
Tagesverlauf geht der Schnee auch dort durch von Südwesten
einfließende mildere Luft in Schneeregen und Regen über. Eine
Ausnahme bildet der Brocken, wo im Tagesverlauf ein paar cm Neuschnee
zusammenkommen können. Im Nordosten sind am Vormittag einzelne letzte
Gewitter nicht gänzlich auszuschließen, aber recht unwahrscheinlich.
In höheren Mittelgebirgslagen kommt es darüber hinaus zu
Sichtbehinderungen durch aufliegende Wolken.

In der Nacht zu Sonntag kommt es in der Nordhälfte verbreitet zu
Regenfällen. Bei einer durch weitere Warmluftzufuhr ansteigenden
Schneefallgrenze geht auch im Oberharz der Schnee in Regen über. Mit
Frost und eventueller Glätte ist nur noch im äußersten Süden
(Schwarzwald, Alpenrand) zu rechnen. Gebietsweise bleiben in den
Mittelgebirgen die aufliegenden Wolken und damit die
Sichtbehinderungen bestehen. Der Wind lebt vor allem in der Mitte
wieder auf, mit starken Böen in den Mittelgebirgen und Sturmböen in
Gipfellagen.

Warnung vor Wind- und Sturmböen: An der Nordsee und in deren Umfeld stürmische Böen oder Sturmböen (Bft. 8 bis 9) aus Südwest bis West, auch an der Ostsee stürmische Böen, sonst im nordwestlichen und nördlichen Binnenland und entlang der mecklenburgischen Ostseeküste, teils aber auch in Mittelgebirgslagen, starke Windböen (Bft. 7). Auf höheren Berggipfeln ebenfalls Sturmböen, vereinzelt (Brockenplateau) oder in Verbindung mit Gewittern schwere Sturmböen (Bft 10, bis 100 km/h). Warnung vor Glätte/Schnee/Schneeverwehungen: Im Bergland kommt es örtlich zu Glätte durch gefrierende Nässe oder, auf einigen Berggipfeln, durch Neuschnee, der teilweise verweht. Warnung vor Nebel: Im Bergland Sichtweiten zum Teil unter 150 Meter durch aufliegende Wolken. Warnung vor Frost: In der kommenden Nacht und am Samstag in den Frühstunden am Alpenrand und in hoch gelegenen Mittelgebirgen leichter Frost. Warnung vor Gewittern: Im Norden einzelne kurze Gewitter, dabei Gefahr von Sturmböen bis Bft 9 (um 85 km/h).

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