Warnlagebericht bis 01.12.2015

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Teils stürmischer Südwestwind, auf den Bergen Orkanböen (Unwetter).
An der See und im Süden Sturmböen. In den West- und Südweststaulagen
der Mittelgebirge gebietsweise Dauerregen, teils auch ergiebiger
Dauerregen (Unwetter).

Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE für die nächsten 24 Stunden
bis Dienstag, 01.12.2015, 07:00 Uhr:


Eine lebhafte Westwetterlage sorgt für wechselhaftes Wetter in
Deutschland. Die Kaltfront eines Sturmtiefs über Nordeuropa ist bis
zur Mitte unseres Landes vorangekommen. Im weiteren Tagesverlauf
verbleibt die Front als Luftmassengrenze über der Mitte Deutschlands
und trennt kältere Luft im Norden von milderer Luft im Süden.

Derzeit treten vor allem im Küstenumfeld Sturmböen (Bft 9, bis 85
km/h) exponiert auch schwere Sturmböen (Bft 10, bis 100 km/h) aus
westlichen Richtungen auf. Auch im Süden gibt es stürmische Böen (Bft
8, um 70 km/h) und Sturmböen aus West bis Südwest.

Im Tagesverlauf lässt der Wind vor allem in der Nordhälfte spürbar
nach. Es treten dann nur noch einzelne steife Böen (Bft 7, um 55
km/h) aus Süd bis Südwest auf. An der See bleibt es aber bei
stürmischen Böen, teils auch Sturmböen (Bft 8 bis 9, 65 bis 85 km/h)
aus West bis Südwest.
In der Südhälfte gibt es hingegen verbreitet stürmische Böen, teils
auch Sturmböen aus Südwest. Insbesondere im Bergland muss mit
schweren Sturmböen (Bft 10, bis 100 km/h), in den Gipfellagen auch
orkanartigen Böen oder Orkanböen (Bft 11 bis 12, bis 105 bis 130
km/h) gerechnet werden.

Bei erneut bis in die Gipfellagen ansteigender Schneefallgrenze hält
die Dauerregenlage an. Nach kurzer Beruhigung zu Tagesbeginn
intensivieren sich die Niederschläge im Tagesverlauf erneut, da die
Luftmassengrenze längere Zeit über der Mitte Deutschlands liegen
wird. Der Regen dauert bis in die Vormittagsstunden des Dienstages
an. Dabei kommen zum Teil große NIEDERSCHLAGSSUMMEN zustande, die in
den West bis Südweststaulagen des Nordschwarzwaldes, Odenwaldes,
Sauer- und Siegerlandes, des Vogelsberges, wie auch des Bayerischen
Waldes teils UNWETTERARTIG ausfallen. Es muss in den betroffenen
Gebieten bis Dienstagmittag mit 48-Stunden-Summen zwischen 60 und 80
l/qm gerechnet werden, vereinzelt sind auch um oder über 90 l/qm
möglich. In den an die Unwetterwarnungen angrenzenden Gebieten der
Mittelgebirgsstaulagen werden in 48 h immer noch zwischen 40 und 60
l/qm erwartet.

In der Nacht auf Dienstag bleibt es in der Südhälfte zunächst bei
stürmischen Böen und Sturmböen im Flachland, sowie schweren Sturmböen
bis hin zu orkanartigen Böen im Bergland. Der aus West bis Südwest
kommende Wind lässt erst in der zweiten Nachthälfte von Westen her
nach. In der Nordhälfte muss nur in Küstennähe noch mit steifen,
exponiert auch stürmischen Böen aus West bis Nordwest gerechnet
werden.
Die Dauerregenlage dauert an.

Unwetterwarnung vor Orkanböen: In den Gipfellagen von Harz, Erzgebirge, Böhmerwald sowie in den Alpen ist mit orkanartigen Böen oder Orkanböen zu rechnen. Der Wind kommt aus West bis Südwest. Warnung vor Wind-/Sturmböen: Verbreitet muss mit steifen bis stürmischen Böen, teils auch Sturmböen gerechnet werden. In der nördlichen Mitte lässt der Wind bereits nach. Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen: In den West- bis Südweststaulagen von Eifel, Odenwald, Spessart, Vogelsberg, Bayerischen Wald, Vogtland, Thüringer Wald, Sauer- und Siegerland, sowie Harz und Nordschwarzwald muss 48stündig bis Dienstag mit 60 bis 80 l/qm, lokal auch um 90 l/qm gerechnet werden. Warnung vor Dauerregen: In Staulagen der Mittelgebirge (angrenzend an die Unwettergebiete) werden 40 bis 60 l/qm innerhalb von 48 Stunden erwartet.

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