Hingucker: Totale Mondfinsternis am 28. September

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Nachtschwärmer aufgepasst: Am frühen Morgen des 28. September 2015 ereignet sich eine totale Mondfinsternis, die in voller Länge von Deutschland aus beobachtbar ist. Wen die nicht gerade arbeitnehmerfreundliche Uhrzeit des Ereignisses etwas abschreckt, dem sei als vielleicht kleine Motivationshilfe mitgegeben, dass die letzte in voller Länge sichtbare Mondfinsternis in Deutschland nun auch schon wieder mehr als sieben Jahre zurückliegt. Die nächste, vollständig sichtbare totale Mondfinsternis gibt es in Mitteleuropa gar erst wieder im Dezember 2029.

Der Ablauf der Mondfinsternis am Montagmorgen:

- 02:10 Uhr MESZ Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde (praktisch nicht beobachtbar)
- ab ca. 02:45 Uhr MESZ erkennbare leichte Helligkeitsabnahme am linken, östlichen Rand des Mondes
- 03:07 Uhr MESZ Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde
- 04:11 Uhr MESZ Beginn der totalen Verfinsterung
- 04:47 Uhr MESZ Mitte der Finsternis
- 05:24 Uhr MESZ Ende der totalen Verfinsterung
- 06:27 Uhr MESZ Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde
- ca. 07:15 Uhr MESZ Sonnenaufgang (für 50° Nord, 10° Ost).
- 07:24 Uhr MESZ Austritt des Mondes aus dem Halbschatten der Erde

Die Vorhersagemeteorologen werden Sie auf dem laufenden halten, ob mit störenden Wolken zu rechnen ist.

Hier nun ein paar weitere Fakten von Uwe Bachmann / DWD zur ‪#‎Mondfinsternis‬ :

"Mondfinsternisse entstehen dann, wenn ‪#‎Sonne‬, ‪#‎Erde‬ und ‪#‎Mond‬ im Weltraum auf einer Linie stehen und der Mond dabei vom Schatten der Erde getroffen und verfinstert wird. Sie sind also nur bei ‪#‎Vollmond‬ möglich, treten aber nicht automatisch bei jeder Vollmondstellung ein, da die Bahn des Mondes um die Erde gegenüber Erdbahn um die Sonne um etwa 5 Grad geneigt ist. Meistens läuft deshalb der Vollmond oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei. Taucht er jedoch in den Erdschatten ein, so entschwindet er dennoch nicht vollständig unserem Blick am Himmel. Ursache hierfür ist die Lufthülle der Erde. Denn unsere Atmosphäre lenkt den langwelligen, also roten Spektralanteil des in der Mischung aller Farben weiß erscheinenden Sonnenlichtes in den Schattenkegel unseres Planeten hinein. Aus diesem Grund leuchtet auch der verfinsterte Teil des Mondes in rotem Licht.

Mit einer Gesamt-Totalitätsdauer von 1 Stunde und 13 Minuten ist die bevorstehende Finsternis nicht gerade kurz, dennoch: Da nur wiederum knapp 1 Stunde später, nämlich um 06:27 Uhr MESZ, der Mond bereits wieder komplett den Kernschatten der Erde verlassen hat, ist die Finsternis insgesamt eher als "kurz" zu bezeichnen. Ursache hierfür ist, dass der Mond auf seiner elliptischen Umlaufbahn um die Erde etwa gegen 4 Uhr MESZ den erdnächsten Punkt seiner Bahn durchläuft (sog. Perigäum) und er damit den Gesetzen des Herrn Kepler folgend etwas rascher als im Durchschnitt über unseren Himmel in Richtung Osten zieht. Dieses Zusammentreffen von Vollmond, Perigäum und Mondfinsternis werden die Medien übrigens mit dem neumodischen Begriff "Supermoon" sicher etwas aufbauschen, lassen Sie sich davon bitte aber nicht irritieren, alles ganz normal letztlich.“





Infos: DWD.de

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