Vorabinformation Unwetter Deutschland

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Im Westen Dauerregen und, bis in die Mitte reichend, starke Windböen, auf den Bergen Sturm-, auf dem Brocken orkanartige Böen. An den Alpen Föhn mit Orkanböen auf exponierten Gipfeln. Abends im Westen teils schwere Gewitter.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden

bis Donnerstag, 17.09.2015, 07:00 Uhr:


Ein Sturmtief zieht von der Biskaya Richtung Südengland. Es lenkt vorübergehend feuchtwarme Luft zu uns, bevor am heute Abend seine Kaltfront mit wieder etwas kühlerer Luft auf den Nordwesten übergreift.

Heute fällt vor allem im Westen zeitweise schauerartig verstärkter Regen, wobei im Tagesverlauf auch einzelne Gewitter auftreten können. Dabei fallen gebietsweise mehr als 30 mm in 12 Stunden bzw. mehr als 20 mm in sechs Stunden, bei konvektiven Einlagerungen in den Abendstunden können gebietsweise auch unwetterartige Mengen mir mehr als 35 mm in sechs Stunden auftreten. Gegen Abend erreicht von Frankreich her eine Gewitterlinie den Westen und Nordwesten des Landes und verlagert sich nordostwärts. Die Gewitter werden lokal eng begrenzt von Starkregen, kleinkörnigem Hagel und Sturmböen begleitet. Dabei sind punktuell schwere Gewitter mit schweren Sturm- bis Orkanböen möglich und kurzlebige Tornados in den frühen Abendstunden im äußersten Westen nicht ausgeschlossen. Der Wind weht auch außerhalb der Gewitter lebhaft aus Süd bis Südost. Im Westen und in den mittleren Landesteilen sowie im Nordseeumfeld treten starke Windböen auf, in exponierten Küstenlagen und im Bergland auch stürmische Böen, auf exponierten Gipfeln Sturmböen, auf dem Brockenplateau orkanartige Böen auf. An den Alpen herrscht Föhn mit schweren Sturm- bis Orkanböen aus Süd auf den exponierten Gipfeln und stürmischen Böen bis hin zu Sturmböen aus Süd bis Südost in föhnanfälligen Tälern.

In der Nacht zum Donnerstag zieht eine Gewitterlinie über den Westen, Norden und teilweise auch über die mittleren Landesteile Deutschlands hinweg ostnordostwärts. Dabei treten vor allem in der ersten Nachthälfte noch schwere Sturm- oder gar Orkanböen auf. Auch Starkregen ist dort nach wie vor möglich, anfangs teilweise bis in den Unwetterbereich. Insgesamt lässt die Intensität der Gewitter im Laufe der Nacht aber nach. Auch abseits der Gewitter muss an den Küsten (vor allem Nordsee und westliche Ostsee) und im westlichen Bergland weiterhin mit starken bis stürmischen Böen, in freien Kammlagen mit Sturmböen um Süd gerechnet werden. In den Gipfellagen von Schwarzwald und Harz sind weiterhin schwere Sturmböen möglich, der Föhn in den Alpen kann vereinzelt auch Orkanstärke erreichen. Vom Saarland bis zum Schwarzwald regnet es schauerartig verstärkt, teils auch länger anhaltend. Dabei kann es in der ersten Nachthälfte vor allem im Saarland, danach in der Pfalz und bis Donnerstagvormittag auch im Schwarzwald Starkregen mit Mengen zwischen 20 und 30 mm in sechs Stunden geben.

Warnung vor Wind-, Sturm- und Orkanböen:


Im Westen und in den mittleren Landesteilen in freien Lagen sowie im Nordseeumfeld starke Windböen bis Bft. 7 aus Süd bis Südost. In höheren Lagen stürmische Böen, auf exponierten Gipfeln Sturm- oder schwere Sturmböen (Bft. 8 bis 10), auf dem Brockenplateau orkanartige Böen (Bft. 11). An den Alpen Föhn mit schweren Sturm- bis Orkanböen auf exponierten Gipfeln und stürmischen Böen oder Sturmböen in Föhntälern.

Warnung vor Dauerregen:


Im Saarland und in Teilen von Rheinland-Pfalz muss mit Regenmengen von 30 bis 40, in Staulagen bis 50 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden gerechnet werden.

Vorabinformation vor schweren Gewittern:


Im Westen am späten Nachmittag und Abend von Frankreich her aufkommende Gewitter, dabei lokal eng begrenzt - neben Starkregen und kleinkörnigem Hagel - auch schwere Sturm- bis Orkanböen (Bft. 10 bis 12) möglich. Einzelne kurzlebige Tornados nicht ausgeschlossen.

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