Sturmtief Egon zieht ab - neues Tief folgt

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#Orkantief #EGON ist nach Polen abgezogen. Rückseitig ist wieder kältere Meeresluft polaren Ursprungs zu uns eingeflossen. Ein weiteres, nicht ganz so kräftiges Tief erreicht in der kommenden Nacht den Vorhersageraum von der Nordsee her.


Aktuell treten im Osten und Süden Deutschlands gebietsweise noch starke, vereinzelt auch stürmische Böen (Bft 7, 8 aus westlichen Richtungen auf. Im südlichen und östlichen Bergland kommt es zu Sturmböen (Bft 9). Auf dem Fichtelberg im Erzgebirge sind anfangs noch orkanartige Böen Bft 11 möglich. Bis zum Abend schwächt sich der Wind dort weiter ab. In den weiteren Gebieten ist es aktuell windschwach. Allerdings frischt der Wind zum Abend hin im Westen und Nordwesten wieder auf mit Böen 7 Bft, exponiert 8 Bft.
Darüber hinaus kommt es vor allem im Osten und Süden sowie in Teilen der Mitte zu Schneefällen unterschiedlicher Intensität bis in tiefe Lagen; vereinzelt kann auch ein kurzes Gewitter dabei sein. Bis heute Abend können insbesondere im Bergland sowie im ostdeutschen Tiefland 5 bis 15 cm teils nasser Neuschnee zusammenkommen. Gegen Abend setzt auch im Westen und Nordwesten neuer Schneefall oder Schneeregen ein.


In höheren Lagen der Mittelgebirge oberhalb etwa 500 bis 800 m, wo der Schnee in trockener Form fällt bzw. gefallen ist, treten starke Schneeverwehungen auf. Es laufen entsprechende Unwetterwarnungen.

In der Nacht zum Samstag breiten sich die Schneefälle aus dem Nordwesten über die Mitte süd-südostwärts aus. Dabei kann sich auch in tiefen Lagen z.T. eine dünne Schneedecke bilden. Im Bergland sind bis zu 10 cm, in einigen Staulagen bis zu 15 cm, im Allgäu und im Schwarzwald örtlich bis zu 20 cm Neuschnee drin. Da die Temperatur mit Ausnahme einiger Gebiete im Westen auf 0 Grad oder in den leichten Frostbereich zurückgeht, muss auch dort, wo es nicht mehr oder noch nicht wieder schneit mit Glätte gerechnet werden.
Darüber hinaus frischt der auf West bis Nordwest drehende Wind zuerst im Westen, später auch in der Mitte und im Süden wieder auf mit Böen 7-8 Bft, an der Nordsee und im Bergland bis 9 Bft, in exponierten Kamm- und Gipfellagen vereinzelt 10 Bft. Die Windentwicklung bleibt also hinter der von Tief EGON zurück, trotzdem dauern die starken Schneeverwehungen im Bergland (möglicherweise bis in mittlere Lagen) an (teils Unwetter).

Am Samstag kommt es zu weiteren, vielfach schauerartigen Schneefällen bis in tiefe Lagen. Vereinzelt ist auch ein kurzes Wintergewitter dabei. In West- und Nordweststaulagen der Mittelgebirge und der Alpen schneit es am intensivsten, meist länger andauernd. Dabei kommen noch mal 5 bis 15 cm, im Allgäu örtlich um 20 cm Neuschnee zusammen. Der Wind weht anfangs mäßig bis frisch mit Sturmböen an der Nordsee, im Süden und auf den Bergen, Tendenz zum Nachmittag und Abend nachlassend. Im Bergland muss weiterhin mit starken Schneeverwehungen gerechnet werden.


Aktuell sind folgende Warnungen in Kraft:


SCHNEEFALL/-VERWEHUNGEN (teils UNWETTER): verbreitet, 1 bis 10 cm, lokal 15 cm. In höheren Lagen Verwehungen (Unwetter).

WIND/STURMBÖEN: Osten und Süden Böen 7 Bft, Bergland Sturmböen 8 bis 9 Bft, Fichtelberg orkanartige Böen 11 Bft. Später auch im Westen und Nordwesten wieder Bft 7 bis 8.

GLÄTTE: gebietsweise durch gefrierende Nässe oder leichten Schneefall. FROST: nachts mit Ausnahme des Nordwestens verbreitet zwischen 0 und -5 Grad.


Nächstes Update durch den Deutschen Wetterdienst: Freitag, 13.01.2017, 21:00 Uhr

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