Sturmtief Barbara sorgt für starke Windböen und orkanartige Böen

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Verbreitet starke Windböen, an der See und im Bergland Sturmböen, auf exponierten Gipfeln und an der See orkanartige Böen.

Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE für die nächsten 24 Stunden

bis Dienstag, 27.12.2016, 16:00 Uhr:




Ein Sturmtief zieht bis zum Abend in den Raum Trondheim. Seine Kaltfront überquert Deutschland südostwärts und lenkt von Nordwesten kältere Meeresluft zu uns. Die Kaltfront erreicht mit schauerartigen Regenfällen aktuell den Süden und Südosten des Landes. Dahinter beginnt die Schneefallgrenze zu sinken und in den höchsten Mittelgebirgslagen kann es zum Abend hin etwas schneien. Im Fokus der Warntätigkeit steht aktuell und bis auf weiteres der Wind. An den Küsten und auf den Bergen gibt es verbreitet Sturm- und vereinzelt schwere Sturmböen (Bft 9 bis 10) aus West, in exponierten Küstenlagen und auf freien Berggipfeln sind auch orkanartige Böen (Bft 11) möglich. Im Norddeutschen Tiefland und mit Kaltfrontpassage muss mit stürmischen Böen (Bft 8) gerechnet werden, ansonsten vielerorts in den Niederungen mit steifen Böen (Bft 7). Im Norden kann es in der einströmenden maritimen Polarluftmasse auch kurze Graupelgewitter geben. In der Nacht zum Dienstag bleibt es im Norden und Osten sehr windig, mit verbreiteten Böen Bft 7 bis 8, zur Küste hin oft auch Böen Bft 9 bis 10. Vor allem entlang der nordfriesischen Nordseeküste und der vorpommerschen Küste legt der Wind vorübergehend noch etwas zu und es kann häufiger orkanartige Böen geben. Eine entsprechende Vorabinformation ist aktiv und wird voraussichtlich gegen Abend "scharf geschaltet". Auf exponierten Gipfeln (Brocken, Fichtelberg) muss man sich ebenfalls auf Böen Bft 11 bis 12 einstellen. Im Westen und Süden lässt der Wind dagegen nach, gegen Morgen auch an der Nordsee. Die Kaltfront erreicht die Alpen, dort sinkt die Schneefallgrenze in der zweiten Nachthälfte bis in tiefe Lagen, wobei die Niederschläge aber nachlassen. In Staulagen können 5 bis 10 cm Neuschnee fallen, sonst meist nur wenige Zentimeter, dasselbe gilt für einige Mittelgebirgslagen vor allem der südostdeutschen Mittelgebirge. Am Dienstag gibt es vor allem im Norden und Osten einzelne Regen-, Schneeregen- und Graupelschauer, kurze Gewitter sind nicht ausgeschlossen. In den Mittelgebirgen fällt auch Schnee, wobei vor allem an den Nordrändern einiger Mittelgebirge (insbesondere Harz, Erzgebirge und Zittauer Gebirge) oberhalb von 400 bis 600 m einige Zentimeter Neuschnee fallen können. Spätnachmittags und abends verstärken sich die Niederschläge im Erz- und Zittauer Gebirge, wobei es oberhalb von etwa 400 bis 600 m kräftig schneien kann. In der Nacht zum Mittwoch sind dann auch unwetterartige Entwicklungen nicht ausgeschlossen. Welche Regionen davon genau betroffen sein werden, ist noch unsicher. Im Süden und Westen fallen - wenn überhaupt, vielerorts bleibt es dort auch trocken - nur noch vereinzelte leichte Schauer, so dass der Neuschneezuwachs auch in höheren Lagen der Alpen nur gering ausfällt. Der Wind weht im Norden und Osten weiterhin lebhaft aus West bis Nordwest. Auf den Gipfeln insbesondere der östlichen Mittelgebirge und der Alpen gibt es weiterhin Sturm- und schwere Sturmböen, an den Küsten stürmische Böen oder Sturmböen, letztere insbesondere noch entlang der vorpommerschen Ostseeküste. Im Binnenland Nord- und Ostdeutschlands sind steife, in Schauern auch stürmische Böen möglich. Insgesamt nimmt der Wind vor allem am Nachmittag und Abend ab.

Aktuell sind folgende Warnungen in Kraft:



VORABINFORMATION UNWETTER: Ab dem Nachmittag im Nordseeküstenbereich, ab dem Abend auch vom Raum Warnemünde bis nach Rügen örtlich orkanartige Böen über 105 km/h (Stärke 11).



WIND-/STURMBÖEN: Verbreitet 7 Bft, Küste, Bergland Bft 8 bis 9. Exponierten auf Gipfeln und an der See Bft 10 bis 11.



SCHNEEFALL: Im südostdeutschen Mittelgebirgsraum vor allem nachts einige Zentimeter Neuschnee.



FROST: Kommende Nacht im Süden und im Bergland stellenweise leichter Frost.



GEWITTER: Im Norden einzelne kurze Gewitter mit Sturmböen.

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