Deutschland in der Orkan-Falle: Tief NANNETTE kommt

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Heute zieht ein Orkantief "NANNETTE" vom Ärmelkanal in Richtung Skagerrak und beeinflusst dabei besonders die westlichen und nördlichen Landesteile sowie das Bergland. Weiter nach Südosten hin überwiegt jedoch der Hochdruckeinfluss.


Im weiteren Tagesverlauf legt der südliche bis südöstliche Wind im Westen, später auch im Nordwesten weiter zu. Dabei muss im Flachland verbreitet mit starken bis stürmischen Böen (7-8 Bft), in besonders windanfälligen Gebieten auch mit Sturmböen 9 Bft gerechnet werden. Auf den Bergen gibt es Sturmböen oder schwere Sturmböen 9-10 Bft, auf dem Brocken Orkanböen 11-12 Bft. Schwere Sturmböen 10 Bft, vereinzelt sogar orkanartige Böen 11 Bft, sind auch an und auf der Nordsee möglich.

An der Ostsee bleibt der Wind insgesamt schwächer, erreicht insbesondere in der zweiten Tageshälfte aber ebenfalls Böen bis Stärke 8 Bft. Dann nimmt der zunehmend auf Süd bis Südwest drehende Wind im Westen bereits wieder ab.

Im Süden und Osten fällt die Windentwicklung deutlich geringer aus. Trotzdem erreicht der Wind im Bergland sowie im Thüringer Becken und Erzgebirgsvorland je nach Exposition in Böen Stärke 7 bis 8 Bft, vereinzelt 9 Bft. In und an den Alpen herrscht Südföhn mit Böen 7 Bft in einigen Tälern und schweren Sturmböen 10 Bft auf einigen Alpengipfeln.

Abgesehen von Wind und Sturm stehen tagsüber keine warnwürdigen Wettererscheinungen auf der Karte.



In der Nacht zum Montag ist es vor allem in der ersten Nachthälfte im Norden und im Bergland noch sehr windig. Dabei treten in den Mittelgebirgen Böen der Stärke 7 bis 8 Bft, exponiert auch der Stärke 9 Bft auf. Auf dem Brocken sind noch orkanartige Böen oder Orkanböen Bft 11 bis 12 dabei. An den Küsten muss mit starken bis stürmischen Böen der Stärke 7 bis 8, exponiert mit Bft 9 gerechnet werden. An der schleswig-holsteinischen Nordseeküste kann es vereinzelt auch noch zu schweren Sturmböen Bft 10 kommen. Auch im der Küste angrenzenden Binnenland gibt es anfangs noch starke Böen Bft 7. In der zweiten Nachthälfte lässt der Wind insgesamt immer mehr nach.

Weiterhin kann es im Südosten auch im Flachland leichten Frost und vereinzelt Nebel geben.



Am Dienstag sorgt ein Sturmtief, das sich von der Bretagne nach Cornwall verlagert erneut in der Mitte und im Süden für auffrischenden Wind. Warnwürdig sind allerdings vor allem die Kammlagen der Mittelgebirge, wo starke bis stürmische Böen auftreten können. In exponierten Lagen sind auch Sturmböen möglich (Bft 9). Auf den Alpengipfeln gibt es Föhnsturm bei dem orkanartige Böen oder Orkanböen auftreten können. Auch in Föhnanfälligen Tälern kann es Sturmböen geben.





Aktuell sind folgende Warnungen in Kraft:



WIND/STURM: Westen und Nordwesten 7-8 Bft, exponiert 9 Bft. Nordseeküste 9 bis 10, später auf den Inseln auch 11 Bft möglich. Bergland 9-10 Bft, Brocken 12 Bft. Alpentäler 7 Bft, Alpengipfel 10 Bft.



Ausgegeben durch den Deutschen Wetterdienst

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